Eigensicherheit – Elektronische Schaltungen

Explosionsschutz für Hersteller von Geräten

20.02.2019 - 21.02.2019 in Regensburg

Der konstruktive Aufbau eigensicherer Geräte, die Anforderungen und die Bemessung der Bauelemente und vor allem der Entwurf eigensicherer Schaltungen sind die Kernpunkte dieses Seminars.

Termin/Ort

von: 20.02.2019, 09:00 Uhr
bis:  21.02.2019, 16:45 Uhr

Hansa Apart-Hotel in Regensburg

Leitung

Dr.-Ing. Bruno Bieker

Bieker & Bieker Elektronik GbR (Ingenieurbüro), Drolshagen

Referenten

Dr. rer. nat. Adeline Bieker

Bieker & Bieker Elektronik GbR (Ingenieurbüro), Drolshagen

Zum Thema

Die Zündschutzart Eigensicherheit wird gerne verwendet, da so Prüfungen, Änderungen und Erweiterungen im laufenden Betrieb durchgeführt werden können. Auch wenn diese Zündschutzart, schwer zu verstehen und anzuwenden ist, so wiegen die Vorteile der Eigensicherheit diese Eigenschaften völlig auf. Bei der Entwicklung eigensicherer Geräte sehen sich die beteiligten Personen oftmals Fragen wie, wann muss ein Funkprüfgerät eingesetzt werden und wie lässt sich dieses Verfahren vermeiden, welche Entwurfsprinzipien gibt es, wie sind eingesetzte Bauelemente zu bemessen oder auch welche Zündquellen gibt es in einem Stromkreis und wie werden sie vermieden, gegenüber.

Inhalt

Das zweitägige Seminar betrachtet zunächst Stromkreise als Zündquellen unter Einhaltung der Grundprinzipien der Eigensicherheit. Dabei werden sowohl der Normalzustand einer Schaltung als auch der fehlerhafte Betrieb oder Ausfall von Bauelementen als Basis genommen. Einflussfaktoren auf die Zündfähigkeit von Funken sowie die Vermeidung der thermischen Zündung sind ebenfalls Themen dieser Veranstaltung. Der praktische Einsatz des Funkenprüfgeräts, das bis dato immer noch die experimentelle und konzeptionelle Basis der Eigensicherheit ist, sowie die Grenzen dieses Geräts werden anhand von Übungsbeispielen erläutert.

Im zweiten Teil des Seminars steht der Aufbau eigensicherer Geräte im Mittelpunkt. Neben Tipps für die Praxis werden auch die Bemessung der Bauelemente einschließlich Halbleiter, der Ausfall von Bauteilen und Aufbau von nichtstöranfälligen Elementen eingehend behandelt. Themen wie energetische Abkopplung, Energiebegrenzung durch Sicherheitsshunts und Shuntspannungsbegrenzer sind die Inhalte des dritten Themenblocks. Ausführliche Praxisbeispiele verdeutlichen auch hier wieder die Anwendung dieser Prinzipien bei Entwurf und Analyse von elektrischen und elektronischen Schaltungen im Alltag.

Zielsetzung

Dieses Seminar stellt den konstruktiven Aufbau eigensicherer Geräte, die Anforderungen und Bemessung der Bauelemente in den Mittelpunkt. Der Entwurf eigensicherer Schaltungen findet dabei besondere Beachtung. Die Teilnehmer erhalten die notwendigen Grundlagen und ein Basiswissen, die für einen Praxiseinsatz notwendig sind. Die Themen werden in ungewöhnlicher Tiefe behandelt und bilden so die ideale Basis für die Entwicklung eigensicherer Geräte, insbesondere von elektronischen Schaltungen.

Teilnehmerkreis

Fach- und Führungskräfte aus produzierenden Unternehmen, Entwickler und Hersteller von elektrischen und elektronischen Geräten, Komponenten, Betriebsmitteln und Anlagen

Planer, Betriebsleiter, Technische Leiter, Betriebs- und Projektingenieure, Konstrukteure, Werkstattleiter, Sicherheitsingenieure, Zur Prüfung befähigte Personen, Sachverständige, Gutachter, Explosionsschutzbeauftragte

Das Seminar ist unter anderem besonders geeignet für folgende Branchen:
Elektrotechnik, Elektronik, Installationstechnik, Chemie

Teilnahmegebühr

Nichtmitglieder: 1.350,00 €

HDT-Mitglieder: 1.250,00 €

mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener Arbeitsunterlagen sowie Mittagessen und Pausengetränken

Programm

Tag 1, 09:00 bis 17:30 Uhr

  • Historische Entwicklung und Grundprinzipien der Eigensicherheit
  • Stromkreise als Zündquelle
  • Einflussfaktoren auf die Zündfähigkeit von Funken
  • Fehlertypen
  • Funkenprüfgerät und Funkenprüfung
  • Grundtypen von Funken / Stromkreisen, Referenzkurven
  • Bemessung einfacher eigensicherer Stromkreise (Beispiele 1, 2 und 3)
  • Nichtstöranfällige Elemente

Stadtführung und gemeinsames Abendessen

 

Tag 2, 08:30 bis 16:45 Uhr

  • Der Grundtyp der Sicherheitsbarrieren, zugehörige Betriebsmittel
  • Trennabstände und Isolationskoordination
  • Konstruktiver Aufbau eigensicherer Betriebsmittel 
    (Gehäuse, Äußere Anschlüsse, Verpolungsschutz, Erdung, Vergusskapselung)
  • Bauelemente und ihre Bemessung
    (Grundsätzliche Anforderungen, Steckverbindungen, Schmelzsicherungen)
  • Ausfall von Bauteilen
  • Schaltungsentwurf: Schaltungsanalyse, Entwurfsprinzipien (Übungsbeispiel)
  • Halbleiterbauelemente, Energiebegrenzung durch Shuntspannungsbegrenzer, Strombegrenzer, Sicherheitsshunts
  • Vermeidung thermischer Zündung
  • Typ- und Stückprüfungen
  • Zusammenfassung, Ausblick und Abschlussdiskussion

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